Urban Dialogues 25. Mai 2022

Wie können nachhaltige Infrastrukturinvestitionen in Afrika durchgesetzt werden? Sechs Positionspapiere

Sechs Positionspapiere zur Finanzierung von Infrastrukturen in Afrika

Wandel muss sich auch in der Infrastruktur bemerkbar machen. Das gilt für Fahrradwege, die den Schadstoffausstoß von Autos verringern, ebenso wie für Windturbinen, die saubere Energie erzeugen und die Zahl der durch Umweltverschmutzung verursachten Todesfälle verringern, und eine IKT-Infrastruktur, die eine digitalisierte Wirtschaft ermöglicht.

Besonders in Afrika zeigt sich, dass angesichts der voranschreitenden Urbanisierung auf dem Kontinent die Städte ein Ausbau der Infrastruktur notwendig ist, um zu wachsen und zu gedeihen. Strom wird dringend benötigt, aber ist unzuverlässig und teuer, der Verkehr ist in hohem Maße von fossilen Brennstoffen abhängig, und die IKT-Infrastruktur ist in einem Land und einer Wirtschaft, die sich rasch digitalisieren, wichtiger denn je. Daher sind Investitionen in nachhaltige, integrative und widerstandsfähige Infrastruktur der Schlüssel für Afrikas zukünftigen Weg, die Agenda 2063.

Es liegt im Interesse Europas, seine Partnerschaft mit Afrika zu stärken und Investitionen in die Infrastruktur voranzutreiben. Infrastrukturinvestitionen in Afrika sind nicht nur wichtig, um das Wirtschaftswachstum und die Entwicklung des Kontinents zu unterstützen, sondern auch, um einen globalen und nachhaltigen Wandel zu fördern. Da viele afrikanische Länder besonders anfällig für den Klimawandel und die aktuellen Krisen sind, ist dies um so relevanter.

SECHS POSITION PAPERS ZUR INFRASTRUKTURFINANZIERUNG IN AFRIKA

Aber wie können wir Finanzmittel mobilisieren, um eine nachhaltige städtische Infrastruktur in Afrika zu unterstützen?

Durch einen innovativen kollaborativen Wissenstransfer in unserer Forschungskooperation mit dem African Centre for Cities (ACC) an der Universität Kapstadt haben wir eine Reihe von sechs Positionspapieren entwickelt, die einen Überblick über die Infrastrukturfinanzierung in Afrika geben.

Was sind die Gründe dafür, dass die Finanzierung von Strom, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und Mobilität so schwierig ist? Können wir Finanzmittel zur Unterstützung einer nachhaltigen urbanen Infrastruktur auf dem Kontinent mobilisieren? Wie können wir Infrastrukturfinanzierung systemisch und innovativ denken?

Die Reihe soll Möglichkeiten aufzeigen, wie wir aus festgefahrenen Strukturen herauskommen und systemisch über Risiken und Chancen der Infrastrukturfinanzierung nachdenken können. Sie zeigen einen Weg zur Mobilisierung von Investitionen zur Unterstützung einer nachhaltigen städtischen Infrastruktur in Afrika mit Experten aus dem Bereich Stadtentwicklung und Finanzen auf.

DIE SERIE BEINHALTET:

Die Papiere basieren auf zwei Rundtischgesprächen mit Vertreter:innen von multilateralen Finanzinstitutionen, Entwicklungsbanken und akademischen Einrichtungen. Ziel war es, in gemeinsamer Arbeit ein besseres Verständnis für die Möglichkeiten der Einbeziehung nachhaltiger Infrastrukturen in die Portfolios und Projekte des gesamten Sektors zu schaffen und relevante Maßnahmen zur Mobilisierung von Finanzmitteln für die Stadtentwicklung auf allen Regierungsebenen zu ermitteln.

Auf der Grundlage des Austauschs in diesen Diskussionen wurden die Positionspapiere fertiggestellt. Ein Synthesepapier fasst die Überlegungen zu diesem Prozess zusammen.